Nicht jedes Dashboard ist für jede Aufgabe geeignet. Ein Vorstand braucht andere Einblicke als ein Vertriebsleiter – und ein Kundenservice-Team andere Zahlen als das Finanzcontrolling. Hier ist ein Überblick der Dashboard-Typen, die wir bei Rootlogik entwickeln, und wofür sie sinnvoll eingesetzt werden.
Warum der Dashboard-Typ entscheidend ist
Der Begriff „Dashboard“ wird heute für sehr unterschiedliche Dinge verwendet. Ein operatives Sales Dashboard sieht grundlegend anders aus als ein strategisches Executive Dashboard für den Vorstand. Wer das falsche Werkzeug wählt, bekommt zwar Daten – aber keine Klarheit.
Die entscheidende Frage beim Aufbau eines KPI Dashboards lautet daher nicht: „Was können wir alles anzeigen?“ – sondern: „Wer trifft welche Entscheidung, und welche Informationen braucht diese Person dafür?“
Alle Dashboards, die wir entwickeln, basieren auf denselben Prinzipien: individuelle Datenquellen werden verknüpft, bereinigt und in einer klaren Ansicht visualisiert – mit Power BI, Tableau oder Looker Studio, je nach Anforderung.
Executive Dashboard
Für wen: Vorstand, Geschäftsführung, Gesellschafter, Beirat
Das Executive Dashboard ist strategisch ausgerichtet. Es verdichtet die Lage des Unternehmens auf wenige, aber aussagekräftige Kennzahlen – lesbar in Sekunden, nicht in Stunden. Es geht nicht um operative Details, sondern darum, auf einen Blick zu erkennen, ob das Unternehmen auf Kurs ist.
Typische Kennzahlen:
- Umsatzentwicklung und Wachstumsrate (Quartal, Jahr)
- EBITDA und Marge
- Zielerreichung gegenüber strategischen Vorgaben
- Risikoindikatoren und kritische Abweichungen
Der Nutzen im Alltag: Weniger Vorbereitung für Boardmeetings. Mehr Fokus auf das, was wirklich zählt.
Management Dashboard
Für wen: Geschäftsführung, Bereichsleiter, leitende Führungskräfte
Das Management Dashboard ist die tägliche Schaltzentrale für Führungskräfte, die schnell erkennen wollen, ob das Unternehmen auf Kurs ist – über alle Bereiche hinweg. Es bringt Umsatz, Kosten, Auslastung und Kundenstimmung in einer Ansicht zusammen.
Typische Kennzahlen:
- Umsatz aktuell vs. Vormonat und Plan
- Kostenentwicklung nach Bereichen
- Teamauslastung und offene Kapazitäten
- Projektstatus auf einen Blick
- Kundenzufriedenheitswert
Der Nutzen im Alltag: Keine Berichte mehr zusammensuchen. Die Lage des Unternehmens ist jederzeit abrufbar – vollständig und verlässlich.
Finance Dashboard
Für wen: CFO, Controlling, Finanzverantwortliche
Das Finance Dashboard gibt Echtzeit-Einblick in die finanzielle Gesundheit des Unternehmens. Statt auf monatliche Berichte zu warten, sehen Finanzverantwortliche die wesentlichen Zahlen tagesaktuell – und können rechtzeitig gegensteuern, bevor Probleme im Jahresabschluss sichtbar werden.
Typische Kennzahlen:
- Liquidität und Cashflow
- Kosten nach Kategorie und Abweichung vom Budget
- Debitorenlaufzeiten und offene Forderungen
- Profitabilität nach Geschäftsbereich oder Produkt
- Plan-Ist-Vergleich
Der Nutzen im Alltag: Finanzentscheidungen auf Basis aktueller Daten statt veralteter Berichte.
Sales Dashboard
Für wen: Vertriebsleiter, Account Manager, Außendienst
Das Sales Dashboard bringt Transparenz in die Vertriebspipeline. Es zeigt, wo Deals stehen, welche Aktivitäten tatsächlich zu Abschlüssen führen – und wo Engpässe im Verkaufsprozess entstehen.
Typische Kennzahlen:
- Pipeline-Volumen nach Phase
- Abschlussquote und Verkaufszyklusdauer
- Umsatz pro Vertriebsmitarbeiter
- Neukundengewinnung vs. Bestandskundenwachstum
- Forecast-Genauigkeit
Der Nutzen im Alltag: Ein gutes Sales Dashboard macht den Unterschied zwischen echter Pipeline und Wunschdenken sichtbar – und schafft damit eine realistische Umsatzplanung.
Marketing Dashboard
Für wen: Marketing-Leitung, Campaign Manager, Digitalteams
Das Marketing Dashboard verbindet Aktivitäten mit Ergebnissen. Es zeigt, welche Kanäle und Maßnahmen tatsächlich Leads und Kunden generieren – und welche Budget verbrauchen, ohne messbare Wirkung zu erzielen.
Typische Kennzahlen:
- Traffic und Conversionrate nach Kanal
- Kosten pro Lead und pro Abschluss
- Kampagnenperformance im Vergleich
- Content-Reichweite und Engagement
- Marketing-Beitrag zum Gesamtumsatz
Der Nutzen im Alltag: Marketing-Budgets lassen sich gezielter einsetzen, wenn sichtbar ist, was wirklich wirkt.
Customer Service Dashboard
Für wen: Kundenservice-Leitung, Support-Teams, Qualitätsmanagement
Das Customer Service Dashboard macht die Servicequalität messbar. Es zeigt, wie schnell und wie gut Anfragen bearbeitet werden – und wo im Serviceprozess Verbesserungspotenzial steckt, bevor Kunden still und leise abwandern.
Typische Kennzahlen:
- Erstlösungsrate (First-Contact-Resolution)
- Durchschnittliche Reaktions- und Bearbeitungszeit
- Ticketvolumen nach Kategorie und Kanal
- Kundenzufriedenheit (CSAT, NPS)
- Offene vs. gelöste Fälle im Zeitverlauf
Der Nutzen im Alltag: Serviceprobleme werden sichtbar, bevor sie eskalieren. Qualitätsverbesserungen lassen sich gezielt steuern und messen.
Supply Chain Dashboard
Für wen: Logistikleitung, Supply Chain Manager, Einkauf und Produktion
Das Supply Chain Dashboard gibt Echtzeit-Transparenz über Lieferketten, Lagerbestände und Lieferantenleistung. Es macht Engpässe und Risiken früh sichtbar – bevor sie die Produktion oder die Lieferfähigkeit beeinträchtigen.
Typische Kennzahlen:
- Lagerbestände und Reichweiten nach Produkt
- Liefertreue und Lieferzeiten der Lieferanten
- Produktionsauslastung und Kapazitätsplanung
- Transportkosten und Logistikkennzahlen
- Engpässe und kritische Bestellmengen
Der Nutzen im Alltag: Weniger ungeplante Produktionsstopps. Bessere Planbarkeit von Einkauf und Lager. Frühzeitiges Erkennen von Lieferantenrisiken.
Welches Dashboard ist das richtige für Ihr Unternehmen?
Die Antwort hängt davon ab, welche Entscheidungen in Ihrem Unternehmen regelmäßig getroffen werden – und wo heute die größten Informationslücken bestehen.
Viele unserer Kunden starten mit einem Management Dashboard, das der Geschäftsführung einen vollständigen Überblick gibt, und erweitern es schrittweise um bereichsspezifische Ansichten. Andere beginnen gezielt dort, wo der Schmerz am größten ist – zum Beispiel mit einem Sales Dashboard, weil die Vertriebspipeline bisher kaum transparent war.
Wichtig ist: Ein Dashboard ist kein einmaliges IT-Projekt. Es ist ein lebendes Instrument, das mit Ihrem Unternehmen wächst. Neue Kennzahlen, Datenquellen oder veränderte Ziele lassen sich jederzeit ergänzen – ohne dass alles neu gebaut werden muss.
Sie sind unsicher, wo Sie anfangen sollen? Wir analysieren gemeinsam, welche Kennzahlen in Ihrem Unternehmen wirklich entscheidungsrelevant sind – und empfehlen den Dashboard-Typ, der zu Ihrer Situation passt. Jetzt unverbindlich beraten lassen.

